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Handball im Turnverein 1860 Bad Windsheim
Bei der Gründung der Handballabteilung im Jahre 1947 bedarf es für die Protagonisten viel Idealismus, damit der Sport in Windsheim Fuß fassen konnte. Aber schnell waren die Schwierigkeiten überwunden und erste Erfolge stellten sich ein.
So wurde bereits zwei Jahre später die erste Meisterschaft gefeiert, doch der Aufstieg konnte noch nicht realisiert werden, was aber dann bereits im Jahr 1950 gelang, allerdings wurden die „Turner“ nach einer Umgruppierung des Handballbezirks unverschuldet auf den alten Stand zurück geworfen. Aber davon ließen sich die TV’ler deswegen nicht von ihrem Weg abbringen.
Tolle Großfeldspiele waren auf dem Platz am Kuhwasen zu sehen, wobei die Derbys gegen den heimischen FSV immer etwas Besonderes waren. Eine grundlegende Veränderung gab es im Jahr 1953, als die beiden heimischen Vereine TV und FSV fusionierten, wobei aber die angepeilten sportlichen Ziele noch nicht einstellten.
Und ein Jahr später begann dann auch die Ära Hallenhandball in Windsheim, wobei die in der Stadthalle am Schellenfeld ausgetragenen Turniere immer mehr Anhänger fanden und sich auch positiv im Jugendbereich auswirkten. Dabei kristallisierte sich sehr schnell heraus, dass die jährliche Veranstaltung um den „Silberschild“ einer der sportlichen Höhepunkte des Windsheimer Sportleben war. Die Zuschauer strömten in Scharen, denn die Besetzung wurde immer hochkarätiger und die Mannschaften reisten aus der gesamten Bundesrepublik, der „Ostzone“ und den näheren Ausland an.
Der Spielbetrieb wurde nun abwechselnd in Halle und Großfeld abgehalten, aber wieder blieben größere Erfolge noch aus. Doch im März 1958 konnten sich dann die Sechziger endlich den Hallentitel „Mittelfränkischer Meister“ ans Revers heften und in der darauf folgenden Freiluftsaison wurde die nächste Meisterschaft eingefahren. Quasi pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum des Hauptvereins errang eine
Nachwuchsmannschaft der Handballabteilung den Titel eines mittelfränkischen Meisters und schlug sich anschließend um den Titel eines bayerischen Meisters prächtig, als mit nur einer Niederlage belastet ein dritter Rang erreicht wurde. Und erstmals schlossen auch die Damen ihre Liga mit einer Meisterschaft ab.
Im Männerbereich ging es weiter steil bergauf und im Jahre 1964 gelang der sehr beachtliche Aufstieg in die bayerische Oberliga. Eine höhere Liga gab es zu diesem Zeitpunkt in der Bundesrepublik Deutschland damals nicht. Eine Höhepunkt sicherlich ein 17:15 Sieg beim damals sehr spielstarken TSV Ansbach in deren altehrwürdigen Rezathalle, am Ende landete der TV Bad Windsheim auf einen fast sensationellen 5. Rang.
Dieser Abschlussplatz ist um so höher anzurechnen, denn in dieser Liga mussten alle „Heimspiele“ auf fremden Parkett ausgetragen werden, denn die Ausmaße der heimischen Sporthalle waren für diese Spielklasse zu klein. Und auch im Nachwuchsbereich waren weiterhin Erfolge zu verzeichnen. Einen schweren Verlust mussten die Handballer im April 1964 hinnehmen, als mit Erwin Rittler ein langjähriger Aktiver, Trainer und Abteilungsleiter überraschend verstarb.
Nach einer ebenfalls recht erfolgreichen Großfeldrunde bereiteten sich die Kurstädter sehr intensiv auf ihre zweite Oberligasaison vor. Nach durchwachsenem Start kam mit einem Sieg über den damaligen Tabellenführer VfB Coburg die Wende und letztendlich gelang hinter Meister TSV Ansbach und dem ESV München-Laim der Bronzetitel. Mit viel Euphorie und Selbstbewusstsein wurde nach einer erneut erfolgreichen Freiluftrunde die dritte Oberligasaison in Angriff genommen. Allerdings machten ein unerwarteter Leistungsabfall und andere Umstände einen
dicken Strich durch die Rechnung und der Abstieg in die Landesliga war leider dann die logische Folge. Allerdings konnte dieser Umstand die Feierlichkeiten zum 20- jährigen Bestehen der Handballabteilung nur etwas trüben. Eigentlich gelang dem TV Bad Windsheim im Folgejahr mit einer verjüngten Männermannschaft der Landesliga-Klassenerhalt, aber da leider der VfB Coburg und TV Bamberg aus der Bayerischen Oberliga abstiegen, musste erneut in den sauren Apfel gebissen und ein Neuanfang in der Bezirksliga gemacht werden.



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